Artikel unserer Senologin Teelke Beck: Komplementärmedizin – konventionelle Medizin sinnvoll ergänzen

Viele Brustkrebspatientinnen verspüren den Wunsch, im Kampf gegen den Krebs selbst aktiv zu werden. Bis zu 80 Prozent nehmen komplementärmedizinische Behandlungen in Anspruch.

«Eine Frau mit einer Brustkrebsdiagnose fühlt sich ihrer Krankheit meist sehr ausgeliefert. In vielen Fällen entsteht bei ihr der Wunsch, selbst etwas zu tun», weiss die Gynäkologin Dr. Teelke
Beck. Dabei ergreifen die Patientinnen Massnahmen, die von Freunden oder Internetforen empfohlen werden und möglicherweise die konventionelle Therapie sogar abschwächen.

«Die Komplementärmedizin alleine kann Krebs nicht heilen, wohl aber Begleiterscheinungen der Therapie lindern, das Wohlbefinden steigern und eine Heilung fördern», so Beck.

Sie betont deshalb auch mehrfach, dass es für sie kein entweder Schulmedizin oder Komplementärmedizin gibt. «Ich bin Schulmedizinerin und Chirurgin und von der Wichtigkeit der konventionellen Medizin überzeugt.»

Vielmehr ist nur das Miteinander Erfolg versprechend. «Die Kombination ist für mich der Goldweg. Die schulmedizinische Therapie hat den klaren Vorteil, dass sie uns Zeit verschafft. Wir haben keine Therapie, die so schnell wirksam ist.» In der Komplementärmedizin wiederum kommen Verfahren zum Einsatz, die langfristig den Organismus stärken, die Ressourcen fördern und die Heilung unterstützen.

«Leider lehnen viele Schulmediziner Komplementärmedizin noch immer kategorisch ab», dabei bietet sie sehr viele synergistische Verfahren und manchmal Lösungen, wo die konventionelle Therapie keine mehr hat.

Komplementärmedizin – Zusammenspiel verschiedener Verfahren

«Zeit nehmen für die Patientin.»

So stehen bei Dr. Beck immer das Gespräch und das Zuhören an erster Stelle. Danach beurteilt sie individuell und in Absprache mit der Patientin, welche komplementärmedizinische Therapie zum Einsatz kommt. «Ich arbeite viel mit Mikronährstoffen. Dazu mache ich einen Blutstatus und stelle die Nährstoffe danach individuell zusammen.

Bezüglich beispielsweise Vitamin D sowie Omega-3-Fettsäuren haben wir inzwischen auch viele wissenschaftliche Untersuchungen, die einen Nutzen belegen konnten. Meine Basis ist eine möglichst wissenschaftlich fundierte Komplementärmedizin, die ich um Verfahren aus der Erfahrungsheilkunde ergänze», so Frau Dr. Beck weiter.

Auch die anthroposophische Misteltherapie ist heute weitverbreitet und kann die Lebensqualität von Brustkrebspatientinnen deutlich steigern. Verfahren wie Akupunktur, Spagyrik, Phytotherapie oder auch Naturheilverfahren wie Bäder und Wickel erweitern dann, je nach Beschwerden, das Spektrum.

Achtung vor unseriösen Anbietern!

Immer wieder finden sich im Internet Anbieter von komplementären Methoden mit teilweise haarsträubenden und unseriösen Heilungsversprechen. «Es gibt nicht DAS Heilmittel und weder die konventionelle noch die alternative Therapie kann ein absolutes Heilungsversprechen abgeben. Was sie aber miteinander und dann zusammen mit der betroffenen Frau können, ist, einen individuellen Weg finden und öffnen, auf dem Heilung möglich wird», betont Teelke Beck abschliessend.

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