Interview mit Astrid Bagot (Belegärztin am PSR) – Für das beste Stück am Mann

Astrid Bagot beschäftigt sich mit intimsten Problemen von Männern: Erkrankungen der Prostata, Erektionsstörungen und vorzeitigem Samenerguss. Wie geht sie mit delikaten Situationen, Vorurteilen und Schamgefühlen um? Ein Gespräch mit meiner Urologin.

Astrid Bagot, meine Kollegen lachten, als ich erzählte, dass ich mich von einer Urologin untersuchen lassen wolle. Erstaunt Sie das?

Nein, natürlich nicht. Aber ohne Untersuchung kann ich allfällige urologische Probleme nicht lösen. Ob Sie sich nun von einem Mann oder einer Frau untersuchen lassen, ändert nichts an der Sache.

Als Auflockerung gibt es erst mal ein Gespräch.

Genau. Bei Neupatienten plane ich extra etwas mehr Zeit ein. Im Gespräch lockert sich die Situation meist.

Danach gilts ernst. Als Patient ziehe ich die Hose aus, lege mich in Unterhosen aufs Untersuchungsbett, schiebe das T-Shirt hoch und den Slip etwas herunter …

Das muss sein. Nur so kann ich die Nieren abtasten und danach mittels Ultraschall Blase und Prostata kontrollieren.

Und das alles mit prallvoller Blase?

Auch das ist nötig. Die Harnflussmessung ist einfach und rasch durchführbar. Sie hilft, viele Störungen der Blasenentleerung frühzeitig zu erkennen.