Richterswil bekämpft ein Tabu (Zürichsee-Zeitung)

Psychische Erkrankungen verbreiten sich in allen Altersstufen. Die Gemeinde Richterswil will mit dem Projekt «RICHTIg gsund» dagegen vorgehen, indem sie gemeinsam mit den grössten Richterswiler Arbeitgebern das Kader im Umgang mit psychisch erkrankten Mitarbeitenden schulen wird.

Grippe und Beinbrüche werden gemeinhin als Krankheit und körperliche Einschränkung anerkannt. Nicht so aber psychische Erkrankungen, diese sind bis heute vielerorts ein Tabu. Arbeitgeber sehen sich immer wieder mit Mitarbeitenden konfrontiert, die an einer Lebenserschöpfung leiden.

Die Gemeinde Richterswil will nun mithilfe des Projekts «RICHTIg gsund» dafür sorgen, dass es gar nicht erst so weit kommt. Gestern hat sie das Projekt den Medien vorgestellt. Ziel ist es, für psychische Erkrankungen zu sensibilisieren, gleichzeitig sollen sie enttabuisiert werden. Um dies zu erreichen, wird die Gemeinde einerseits mit der Kampagne «Unsere Psyche? Kein Tabu!» arbeiten, andererseits werden Kadermitarbeitende geschult. «Es ist ein einzigartiges Projekt. Mit dem Paracelsus-Spital und der KMU-Vereinigung Richterswil/Samstagern als Kooperationspartner vertreten wir die grössten Arbeitgeber der Gemeinde», sagt Gemeinderätin Melanie Züger (FDP).

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